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Bergheim für 1b-Regelung als gutes Beispiel

Posted by on Jun 11, 2012 in 1b Mannschaft

Im nachfolgenden Artikel von fanreport.com wird unsere 1b-Mannschaft positiv erwähnt. Siehe unten:

Die 1b-Mannschaften sorgen immer wieder für Diskussionen, aktuell der “Fall Golling 1b”. Auch Redaktions-intern ist das Thema umstritten.

 

Contra: Warum kein Junioren-Bewerb?

Die Diskussionen um die 1b-Mannschaften bilden auch heuer wieder die Begleitmusik zum Saisonfinale. Der Verdacht der Wettbewerbsverzerrung steht im Raum. Aufgerüstete 1b gegen X, unverstärkte gegen Y. Der Unmut ist verständlich, wenn jeder Punkt über Klassenerhalt oder Titel entscheiden kann. Zudem blähen die Zweier-Teams die unteren Ligen unnötig auf. Vom Chaos, das das Aufstiegsrecht verursacht, erst gar nicht zu sprechen. Wobei eine Meisterschaft ohne sportliches Ziel schlicht wertlos ist.

Zahnlos ist das Argument, man könne nur so jungen Spielern die nötige Wettkampf-Erfahrung verschaffen. Erstens gibt es kein Verbot, junge Spieler in der Kampfmannschaft einzusetzen, zweitens wird sich Qualität ohnehin durchsetzen, auch ohne 1b-Erfahrung. Was spricht überhaupt gegen einen Junioren-Bewerb (U21 oder U23)? Vielleicht erweitert um eine „Altersregelung“, für Kader-Spieler, die Spielpraxis brauchen. Dort wäre vermutlich das Niveau sogar höher als in den 2. Klassen. Zudem würden die gemeinsamen Fahrten zu Auswärtsspielen die Vereinskassen entlasten und das Zusammengehörigkeitsgefühl steigern. Der Ball liegt wieder einmal beim Verband. Es gilt, eine Regelung zu finden, die nicht den wenigen Befürwortern, sondern den Skeptikern, und damit der Mehrheit, entgegenkommt. (Christian Andosch)

 

Pro: Die Qualität wird steigen

Das Hauptargument der zahlreichen Kritiker gegen die bestehende 1b-Regelung heißt „Wettbewerbsverzerrung“. Dieser Vorwurf hält einer näheren Betrachtung aber kaum stand. Von Grödig 1b abgesehen setzten die meisten „Großklubs“ bevorzugt auf den Nachwuchs. Für die sogenannten 1b-Titelkandidaten gab es oberhalb der 2. Klassen keine Triumphe zu feiern. Titelanwärter wie Anif 1b oder Austria 1b verpassten den Aufstieg, weil etliche U17-Spieler zum Einsatz kamen.

Es stellt sich zugleich die Frage, ob man Vereine dafür bestrafen soll, möglichst viele Kicker an sich zu ziehen? Die 1b-Regelung unterstützt den Reifeprozess junger Talente, für die ein klassischer Reservebetrieb kein Fortkommen bedeutet. Alle Jungen können in den oberen Ligen kaum zum Einsatz kommen, ohne dass ein Leistungsabfall auf Grund der schwankenden Formkurve der Jungspunde zu befürchten ist.

Das beste Beispiel für das Funktionieren der 1b-Reglung stellt wohl Bergheim dar. Die Flachgauer bieten seit einigen Jahren freiwillig eine 1b auf, müssen aber zusätzlich eine Reserve stellen. Ergebnis: Im Vorjahr gelang beiden Bergheim-Teams trotz starker Konkurrenz der Aufstieg. Im Endeffekt profitiert das System Fußball auf Dauer vom bestehenden Reglement. Mehr Spielpraxis für die Jungen bedeutet auf Dauer mehr Qualität durch mehr Erfahrung. Genau diese Erfahrung kann wiederum an die folgenden Generationen weiter gegeben werden.

(Walter Hofbauer)

 

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